Schulchronik

Das Schuljahr 1970/71 brachte mehrere Veränderungen. Darüber berichtet die Oberaicher Schulchronik:

"......Mit Ende des Schuljahres 1970/71 hörte in der ehemaligen Schule St. Dionysen der Schulbetrieb vorläufig auf. Laut Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung wird die Oberstufe aufgelassen und die Schule Oberaich künftig 4-klassig geführt. Die Kinder der 5. bis 8. Schulstufe beenden ihre Schulpflicht in der Volksschule Bruck-Wienerstraße. Ein Aufsteigen von der 4. in die 5. Stufe der Volksschule gibt es nicht mehr....."

VS-Oberaich Eingang VS-Oberaich Eingang VS-Oberaich Eingang VS-Oberaich Eingang

Das Schuljahr 1971/72 brachte die Einführung der Schulfreifahrt. Von dieser profitierten weit über 100 Kinder der Gemeinde, die in Bruck zur Schule gingen. Mit Beginn des Schuljahres 1972/73 wurde die Gratisschulbuchaktion ins Leben gerufen, wobei die Volksschule Oberaich mittels Sammelbestellungen agierte.
Trotz dieser Erleichterungen war die Raumnot in der Oberaicher Volksschule seit der Zusammenlegung mit der Volksschule St. Dionysen ärger den je. Eine Lösung mußte einfach gefunden werden. Unter Direktor Wilhelm Fischer gelang es nun, in den Jahren 1974 bis 1976 auf Gründen des Dominik Jäger das neue Oberaicher Volksschulgebäude zu errichten. Dieses wurde am 9. Oktober 1976 feierlich seiner Bestimmung übergeben, in dem nun rund 130 Kinder eine Heimstätte fanden.
Die nächsten zehn Jahre gingen relativ ruhig und ohne bedeutendere Veränderungen vor sich. Allerdings sanken durch den Geburtenknick die Schülerzahlen bedrohlich. Im Schuljahr 1985/86 besuchten nur noch 79 Kinder die Volksschule in Oberaich. Durch Probleme mit der Unterbringung der Schulkinder aus der Paulahofstraße änderte sich dies aber im Jahr 1986 schlagartig. Bis zum Schulschluß 1986 konnten alle diese Kinder problemlos in der Volksschule Knottigerstraße untergebracht werden. Da diese Schule nun aber "randvoll" war, mußten die Paulahof-Kinder "auspendeln" und wurden in die Volksschule Oberaich verlegt. Im Schuljahr 1987/88 war die Schülerzahl in Oberaich daher bereits wieder auf 121 gestiegen.

Noch unter Direktor Fischer beteiligte sich die Oberaicher Volksschule erfolgreich an sportlichen Wettkämpfen. So errang man im Jahr 1988 in mehreren Bewerben des Brucker "Kirchplatz-Cups" den ersten Rang. Mit Schulende 1988 ging Direktor Wilhelm Fischer in Pension. Neue Schulleiterin wurde nun Frau Direktor Dorit Berger, die zu Amtsbeginn bereits "Herrin" über sieben Klassen war. In diesem Schuljahr wurde auch der Elternverein gegründet. Unter ihr wird ebenfalls auf die sportlichen Belange großer Wert gelegt. Außerdem begann man nun vermehrt mit dem "Projektunterricht".

Die Zahl der Schüler stieg ebenfalls wieder rasant an, und so besuchten im Jahr 1993 bereits 175 Schüler die Oberaicher Volksschule . Dies machte auch den Ankauf neuer Schulmöbel notwendig.
Ein bedeutsamer Schritt wurde mit dem Schuljahr 1998/99 gesetzt. Neben einer Normalklasse wird nämlich zusätzlich noch eine Klasse angeboten, in der sportliche Schwerpunkte gesetzt werden, wie rhythmische Sportgymnastik, Jazzdance, Handball, Fußball, Skifahren, Eislaufen und Schwimmen. Gleichzeitig wurde eine Nachmittagsbetreuung installiert.
Mittlerweile können die Schüler in jeder Klasse zwischen musischen oder sportlichen Schwerpunkt wählen.

Ebenfalls neu erbaut wurde der Schülerhort, welcher am 17. März 2006 mit dem "Tag der offenen Tür" feierlich übergeben wurde. Aber gleichzeitig besteht weiterhin die Nachmittagsbetreuung. Gleich nach dem Unterrichtsende wird an die Kinder ein Mittagessen ausgegeben, anschließend verbringen die Kinder, die eine dieser beiden Einrichtungen benötigen, den Nachmittag mit den Aufgaben, mit Spielen und Basteln. Der Schülerhort ist nicht nur nach außen hin ein Signal für Modernität, sondern bietet den Kindern und Betreuerinnen durch die großzügig gestalteten Räume den perfekten Rahmen zu Erfüllung ihrer jeweiligen " Aufgaben".

Mit Schulende 2009 ging Frau Direktor Dorit Berger in Pension. Im folgenden Schuljahr übernahm Frau Christine Zeismann Pilotto- langjährige Lehrerin der Schule- die provisorische Leitung für ein Schuljahr. Das Schuljahr 2010/11 konnte wieder mit 8 Klassen (130 SchülerInnen) eröffnet werden und  Frau Karin Knoll übernahm als neue Direktorin die Leitung unter dem Motto: „Ich möchte eine Schule leiten, in der wir nicht nur fürs Leben lernen, sondern in der das Leben bereits stattfindet!“

In den folgenden Jahren wurde projektorientierter Unterricht forciert und Schuljahresprojekte mit Schwerpunktthemen umgesetzt ( z.B.: "Wir sind alle verschieden" "Alt und Jung- wir wollen es gemeinsam tun", "Lesen verleiht Flügel"...)

Trotz Sparmaßnahmen gelang es weiterhin den musischen und sportlichen Schwerpunkt der Schule aufrecht zu erhalten und mit einem breiten Angebot an unverbindlichen Übungen abzudecken.

Die flexible Nachmittagsbetreuung unter der Leitung von Sabine Hofmeister wurde von den Eltern weiterhin gerne genutzt und umfasste im Durchschnitt 25-30 Kinder.

Nach über 30 Jahren waren die doch stark benutzten Schultische und Sessel größtenteils nicht mehr reparierbar und der Gemeinde gelang es Budgetmittel für den Ankauf neuer Schulmöbel aufzutreiben. Bis zum Schuljahr 2012/13 konnten dann zur Freude aller, nach und nach 6 Klassenräume mit höhenverstellbaren Tischen und modernen Sesseln ausgestattet werden.

Mit 1. Jänner 2015 kam es zu einer gravierenden Änderung des Schulerhalters. Die Gemeinden Oberaich und Bruck fusionierten, es entstand eine große Gemeinde Bruck an der Mur. Die Volksschule Oberaich war ab sofort eine der nun 5 Brucker Volksschulen: VS Oberaich, VS Körnerstraße Bruck, VS Knottingerstraße, VS Wienerstraße, VS Pischk. Die Gemeinde mit Bürgermeister Hans Strassegger nahm uns herzlich in Empfang.