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2.b - KRÄUTERKLASSE


04. Nov. 2013

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Alles begann im vergangenen Schuljahr mit dem bunten Zaubermärchen "Minta und Melissander", in dem der schüchterne Prinz Melissander auszieht um eine passende Prinzessin für ihn zu finden. Widerwillig gehorcht er damit seinem Vater König Thymophanus, der ihm vorhält, dass andere Prinzen um die ganze Welt reiten und mindestens einen Drachen oder sonst ein Ungeheuer töten um eine Prinzessin zu freien oder wenigstens zu beeindrucken. Melissander aber fürchtet sich vor Pferden und die Sache mit dem Drachen gefällt ihm auch nicht.......... Unser Prinz trifft auf seiner Suche nach Drachen und Prinzessin eine geheimnisvolle Frau mit grünem Umhang - Alchemilla, die mit der kunterbunt gekleideten Blütenhexe Rosa ein hübsches, kleines Hexenhaus am Waldrand bewohnt. Mit deren Hilfe findet er nicht nur einen stark verkühlten Drachen, sondern auch den Mut die wunderschöne Prinzessin Minta anzusprechen. Und einige Kannen (Kräuter) Tee später sind sich die beiden einig, künftig gemeinsam durchs Leben zu ziehen.

In diesem Märchen von Ursula Bertsch lernten die Kinder die mögliche Wirkungsweise folgender Kräuter kennen:


  • Melisse (Melissa officinalis): entspannend, bei allen nervösen Beschwerden

  • Pfefferminze(Mentha piperitha): bei Übelkeit, verdorbenem Magen, Kopfschmerzen

  • Thymian(Thymus vulgaris): bei Erkältungen, Husten, macht nach alter Tradition mutig und tapfer

  • Eisenkraut(Verbena officinalis): uraltes Allheil-und Zauberkraut, z.B. bei Nervosität und "Redehemmung"

  • Löwenzahn(Taraxacum officinalis): verdauungs-und stoffwechselfördernd

  • Spitzwegerich(Plantago lanceolata): bei allen Atemwegserkrankungen

  • Kamille(Matricaria chamomilla): beruhigend, bei allen Magenbeschwerden

  • Frauenmantel(Alchemilla vulgaris): uraltes Frauen-Allheilmittel

  • Drachenkopf(Dracocephalum moldavica): Teekraut, Duft und Wirkung ähnlich der Melisse


Im Anschluss an das Märchen ging es dann in unseren Schulgarten, wo wir unter der fachkundigen Anleitung von Frau Regina Pronnegg-Müllner den großen, bemalten Betonring bepflanzten. Danke an die Herren vom Bauhof. Sie befüllten den Ring mit Erde und hoben auch die Pflanzlöcher für die Beerensträucher aus. Die verschiedenen Kräuter bezogen wir durch die Firma Blumen Schacherl, wobei uns Familie Rieser finanziell großzügigst entgegenkam. Vom vielen Gärtnern hungrig geworden, durften wir uns mit köstlichen Kräuter - Aufstrichen stärken. Regina bereitete alles frisch und gemeinsam mit den Kindern zu. Danach durften die Kinder nochmals aktiv werden, denn sie mischten ein Kräutersalz, das sie dann zum Muttertag verschenkten.
Einen heißen, trockenen Sommer später fanden wir in unserem Beet nicht nur unsere gepflanzten Heilkräuter, sondern jede Menge Unkraut. Aber auch das Jäten gehört dazu, will man eine "Kräuterklasse" sein. Und dann kam das Schönste: Das Ernten und Verarbeiten! Aus Minze, Melisse, Salbei und Thymian stellten wir Sirup her. Der wird uns im Tee und als Saft sehr gut schmecken. Kamille und Malve wurde getrocknet, die Ringelblumen setzten wir mit gutem Olivenöl an. Dieses Ringelblumenöl dürfen wir in der Apotheke von Frau Mag.Pöschko-Delago zu einer Ringelblumencreme verarbeiten.
Die Kinder sind vom "Kräuterfieber" gepackt. Im Winter wünschen sie sich ein Kräuterkisterl auf der Fensterbank. Sie wollen auch Kräuterkissen herstellen und auch kleine Weihnachtsgeschenke ......... aber psssssssst ......... mehr wird nicht verraten.

Bericht von Dipl.Päd. Birgit Wenger